Laubsäge und Scheinbrücke

Laubsäge und Scheinbrücke

Aus der Vorgeschichte des Schreibens
Heidelberger Poetikvorlesungen

Inhalt

In seinen Heidelberger Poetikvorlesungen schildert Lutz Seiler, wie die Landschaften Ostthüringens und Brandenburgs und die Zeitgeschichte der im Schatten des Uranbergbaus verlebten Kindheit und der Berliner Nachwendezeit in seinem Werk miteinander verbunden sind. Das Bedrängende, Dunkle der DDR-Geschichte, sei es die radioaktive Verseuchung und Zerstörung der Kindheitsdörfer, sei es der Zwang zum Kollektiv – Seiler zeigt, wie die Erlebniswelt DDR in seinen Texten ebenso lebendig wird wie das Aufgehen der Lebensentwürfe in der westlichen Konsum-Ordnung.

In den nun erscheinenden drei Vorlesungen »Müde Dörfer. Eine Herkunftsgeschichte«, »Die jungen Jahre. Fontane, Huchel und Pink Floyd« und »Potsdamer Platz. Ein Blick durch die Maske« kann man erfahren, was Seiler darunter versteht, dass Poesie »Widerstand« ist (Kruso, 2014), und inwiefern diese ihm einen geschützten ästhetischen Raum für eigene Erfahrungen und Erinnerungen bietet.

Bibliografische Angaben

Taschenbuch
Heidelberger Poetikvorlesungen
Herausgegeben von Friederike Reents
Erscheint am: 30.09.2020
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg
100 Seiten
ISBN 978-3-8253-6980-4

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